Zuerst das Nachwort

Die ca. 380 jährige Geschichte der Kapuziner und der Klostergebäude in Ehrenbreitstein wird in einer kleinen Schrift seit dem Verabschiedungstag in der Kapuzinerkirche angeboten.
Das Heft kann für 2,50 € erworben werden.

Für Ehrenbreitstein war die Niederlassung des Kapuzinerordens von großer Bedeutung. Waren es zunächst die Kurfürsten die mit zahlreichen Stiftungen das Klosteranwesen bereicherten, so wurde seit 1908 die rheinisch-westfälische Ordenprovinz von Koblenz-Ehrenbreitstein aus geleitet (Provinzialat). Die Kapuziner verabschiedeten sich nach München wo die neue deutsche Ordensprovinz der Kapuziner entsteht.

Die Pfarrei Hl. Kreuz dankt den Kapuzinern die auch als Pastor in der Pfarrseelsorge in folgenden Zeiträumen tätig waren:

  • 1947 – 1955 Pater Adalbert Ehrenfried
  • 1955 – 1965 Pater Winfried Sembach
  • 1965 - 1975 Pater Florin Volk
  • 1975 – 1980 Pater Gotthard Veith
  • 1980 – 1996 Pater Gundekar Becker
  • 1997 – 2002 Pater Suitbert Telgmann
  • 2002 – 2003 Pater Damasus Pilarek

Seit 1977 war der jeweilige Pastor auch für die Gemeinde St. Aldegundis Arzheim zuständig.

Pater Linus Rettich und Pater Damasus Pilarek waren zunächst Kapläne in Ehrenbreitstein bevor sie die Seelsorger in den Gemeinden Niederberg 1970 und Arenberg/Immendorf 1971 wurden.

Die Kapuziner betreuten seit Anbeginn das Kapuziner-Klarissinnen Kloster Ewige Anbetung in Koblenz-Pfaffendorf, deren Stifterinnen Paula und Maria Reinhard aus Ehrenbreitstein stammten.

Eine täglich geöffnete Kirche, Frühmesse und Beichtgelegenheit bildeten das sichtbare, stete, segensreiche Wirken der Kapuziner in unseren Tagen.

Vor der Errichtung der ersten und zweiten Kapuzinerkirche im 17. Jhdt. bis 1707 (Fertigstellung der Hl.-Kreuz-Kirche) und von Januar 1945 bis April 1964 nutzten die Gläubigen aus Ehrenbreitstein die Kapuzinerklosterkirche auch als Gemeindekirche.

Durch die Kapuziner als Gemeindepastoren wurden unter anderem zahlreiche Bautätigkeiten angestoßen:

  • Der Neubau der Kreuz-Kirche,
  • Der Kindergartenneubau und die Erweiterung zur Spiel- und Lernstube.
  • Der Bau und die Renovierung des Jugendheimes
  • Die Renovierung des Pfarrhauses und des Heribertsturms
  • Die zahlreichen Erbbaurechte für Gemeindemitglieder insbesondere an der Berg- und Brentanostraße.

Die Pastoren waren jeweils auch Präses der St. Sebastianus Schützenbruderschaft Ehrenbreitstein 1520 e.V. Sie und insbesondere Pater Viktor Leidenheimer waren zugleich die geistigen Väter der Kolpingfamilie Ehrenbreitstein.

Pater Adalbert Ehrenfried regte 1948 die Gründung der Kirmesgesellschaft St. Helena e.V. an.

 

Aus dem Pfarrarchiv von Manfred Diehl
     Stand Sonntag, 22. Februar 2009

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