Aus der Chronik der Kirche von 1757 bis 1894

1757     18. Februar
Das Haupt des hl. Sebastian wird nach der Koblenzer Prozession in der Kirche ausgestellt.

Der Kurfürst ordnet das Ewige Gebet an, für die Kapuzinerkirche viermal im Jahr, jeweils von 5 Uhr abends bis 6 Uhr morgens.

1758     8. Dezember
Gräfin Johanna Antonia von WERTHEREN, im Rufe der Heiligkeit gestorben, wird in der Kirche vor der Kommunionbank beigesetzt.

27. Dezember
Der Landrentmeister Johann Georg SPEICHER, lange Jahre Syndikus der Kapuziner, wird an der gleichen Stelle beerdigt.

1759
Der Hofmaler Johannes ZICK malt das hl. Grab aus. - Nicht mehr vorhanden.

Zwei Gemälde (St. Abundius und St. Donatus) werden vom Amtskellner Johann Abundius MAIONE geschenkt und in der Loreto-Kapelle aufgehängt. - Nicht mehr vorhanden.

Heinrich FOELIX (1732-1813) malt unentgeltlich die Geißelung Christi als Fresko in eine Nische des Kreuzganges. - Nicht mehr vorhanden.

Für die Kirche malt er 6 Tafelbilder, das Marienleben darstellend. Diese Bilder befinden sich bei der Pfarrgemeinde Stadtkyll / Eifel als Leihgabe von 1993 - 2018.

Die Kirchenbänke werden erneuert.

1760     4. Oktober
Kurfürst Johann Philipp von Walderdorf nimmt mit dem Kölner Kurfürsten CLEMENS AUGUST (+6.1.1761 in Ehrenbreitstein) an der Franziskusfeier teil.

Eine Orgel wird eingebaut.

1763
Die beiden kurfürstlichen Oratorien neben dem Hochaltar werden eingebaut, im Bild rechts das Wappen des Kurfürsten von Walderdorf, im Bild darunter das Monogramm des Hofbildhauers Johann Caspar STADELMEYER

1795     21. Januar
Kurfürst Clemens Wenzeslaus von Sachsen nimmt als letzte Amtshandlung in der Kirche die Weihe von zwei Fahnen für die triererische Landmiliz vor, während die Franzosen schon Koblenz besetzt halten.

1803
Der Fürst von Nassau-Weilburg nimmt nach dem Säkularisations-Edikt Kloster und Kirche in Besitz; die Kirche übergibt er der Gemeinde Ehrenbreitstein.

1813     16. Februar
Die Räumung und Veräußerung des Klosters wird den Insassen bekannt gegeben.

3. März
Die Patres gehen auf die zugewiesenen Pfarreien oder mit einer Pension zu ihren Angehörigen. P. Josef Clemens darf mit Br. Wilhelm im Kloster wohnen und Gottesdienst halten, der durch Spenden bestritten werden muss..

Wappen des Kurfürsten von Waltersdorf

Monogramm des Hofbildhauers Johann Caspar Stadelmeyer

1815
Der König von Preußen erhält die Rheinprovinz, die Militärbehörde übernimmt das Klostergelände.

1826     15. August
Der Oberpostdirektor Franz Nikolaus von STEFFENS stiftet 8000 Gulden für die Unterhaltung des Gottesdienstes in der Kapuzinerkirche.

1832     11. Mai
Br. Wilhelm Korff aus Erpel stirbt als letzter Bruder und Sakristan (78).

1837     23. Januar
Tod des letzen Kapuziners P. Josef Clemens aus Bernkastel (71).

1861     29. Juni
Die Kapuziner kommen nach Ehrenbreitstein zurück und übernehmen wieder den Gottesdienst.

1875     15. September
Der preußische Staat hebt mit Hilfe der Kulturkampfgesetze das Kloster auf: P. Gabriel Rugge, zu Gefängnis verurteilt, flieht nach England; P. Bernhard Koch hält sich bis 1883 im Krankenhaus auf, geht nach Amerika. Br. Felix Welling bleibt als Küster im Kloster.

1887     14. September
Die Rückkehr der Kapuziner wird erlaubt.

1889     6. Januar
P. Cyprian Fröhlich gründet mit dem Dritten Orden unter seinem Vorstand Friedrich Klöckner und Babette Hartmann das SERAPHISCHE LIEBESWERK zur Rettung gefährdeter Kinder.

1890
Die Kirche erhält Gasbeleuchtung.

1894     Juni
Beginn einer Renovation, innen und außen.

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