Organisation der Kapuziner

Der Kapuzinerorden ist in Provinzen aufgeteilt.

Die höchste Instanz ist das Generalkapitel, das sich aus Vertretern aller Provinzen zusammensetzt.

Geleitet wird der Orden von der Generalkurie in Rom, an deren Spitze der vom Generalkapitel gewählte Generalminister steht. Der Generalminister wird unterstützt durch die ebenfalls vom Generalkapitel gewählten Generaldefinitoren, die jeweils für eines von acht Gebieten zuständig sind. Da es bei den Kapuzinern nur Brüder gibt, werden auch die obersten Verantwortlichen mit Bruder angeredet und haben keinen besonderen Titel.

Die Kapuziner in Deutschland leben mal zu dritt, dann auch mit über zwanzig Brüdern in Niederlassungen mit je eigener Geschichte. Sie laden Sie ein, sie durch einen Besuch kennen zu lernen und die Orte, an denen sie wohnen und arbeiten. Derzeit gibt es noch 20 Klöster in Deutschland.

Bis 15. Juni 2007 befand sich der Sitz des Provinzialats in Koblenz. Inzwischen haben die Kapuziner Ehrenbreitstein verlassen.

Beispiel für einen Tagesablauf

    * 06:30 Uhr - Betchor: Laudes, stilles Gebet
    * 07:00 Uhr - Frühstück, dann Zeit für sich selbst
    * 08:00 Uhr - Meditation, Studium, Lesen
    * 09:00 Uhr - Eucharistiefeier mit der Gemeinde
    * 09:30 Uhr - Arbeit: Seelsorge, Haus, Küche, Garten (nach Vereinbarung)
    * 12:00 Uhr - Mittagessen; Mittagsruhe
    * 14:30 Uhr - Arbeit, auch Zeit für sich selbst (nach Vereinbarung)
    * 18:00 Uhr - Chor: Vesper, Meditation, Komplet
    * 19:00 Uhr - Abendessen, Zeit für sich selbst
    * 20:30 Uhr - Rekreation ("Wieder-Erschaffung" - gemeinsame Erholung)
    * 21:00 Uhr - Nachtgebet privat, Nachtruhe

    * Freitag = Tag der Stille ("Wüstentag")

    * ein freier Tag pro Woche für Erholung, Hobbys, etc.

Bedeutende Kapuziner

  • Felix von Cantalice (* 1515; † 18. Mai 1587 in Rom)
  • Henri de Joyeuse (1563–1608), Marschall von Frankreich
  • Père Joseph (1577–1638), Berater des Kardinals Richelieu
  • Marco d’Aviano (1631–1699), päpstlicher Legat bei der Belagerung von Wien
  • Konrad von Parzham (1818–1894)
  • Pater Pio (Francesco Forgione) (1887–1968)
  • Abbé Pierre (Henri Grouès) (1912-2007)
  • Wilhelm Egger (1940-2008), Professor für Neues Testament, Bischof von Bozen-Brixen
  • Sean Patrick Kardinal O'Malley, Erzbischof von Boston
  • Paulus Terwitte (* 1959), Dieburg
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